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Hrassiss, Monday, 23. March 2026, 01:49 @ Thomas


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Thomas am 17. Dezember 2006 13:32:00:

"Ein Sklave ist ein Mensch, der seiner persönlichen Freiheit beraubt ist, als Sache behandelt wird und als solche im Eigentum eines anderen steht. Wichtiges Merkmal ist das Festhalten der Person gegen ihren Willen, mittels (physischer oder institutioneller) Gewalt, zum Zweck der wirtschaftlichen Ausbeutung." - Wikipedia
Hättest du 2 Sekundne nachgedacht, hättest du bemerkt, dass ich mich nicht nur auf die konkrete Fragestellung bezogen habe, sondern allgemein geantwortet habe. Diese Definition dort oben, trifft auf Sklaven denn auch fast immer zu, so dass wenn ihr Sklaverei einführt, diese Punkte auch im Spiel bemerkbar macht. Wenn Sklaverei nicht anders ist, wie ein freies Leben, bringt es wenig Sinn, es einzuführen. Und da kannst du noch so überheblich mit deiner Bidung daherkommen, ich dummer Mensch mit Realschulabschluss werde trotzdem sagen, dass es behindert und sinnlos ist, Sklaven mit Bürgerrechten einzuführen. Es muss schon irgendwo ein Sinn dahinter stehen, dass es Sklaven gibt. Und wenn mir jemand sagt, dass sie nichtmal wirklich als billigere Arbeitskräfte als Tagelöhner einsetzbar sind, stelt sich halt die Frage nach dem Sinn. Da kannst du 10 Mal mit Hollywood ankommen.

lol, Wikipedia eine tolle Quelle der Moderne von jedem Hanswurst geschrieben. Diese Definition ist eine der Neuzeit, wenn du also nur 2 Sekunden nachgedacht oder wenigstens genau gelesen hättest was ich schrieb (etwas, dass aber wohl von einem Polemiker und neurotischem Querulant nicht zu erwarten ist), würde dir auffallen was ich meinte. Erstens gab es zu allen Zeiten in denen Sklaverei in irgendeiner Form existierte nie diese in ein und derselben Art und schon gar nicht lässt sich Sklaverei allgemein so definieren wie es heutzutage gern versucht wird. Wie Sklaverei gesehen und gehandhabt wurde hing von der Gesellschaft ab, in der sie existierte, sprich den herrschenden Normen im religiösen und alltäglichen Bereich. So ist es eben in der Antike für Griechenland nach Solon nun einmal eine Norm, dass auch Unfreie und Sklaven gewisse Rechte genossen und nicht getötet, auch nicht grundlos misshandelt werden durften, jeder der das tat machte sich strafbar. Sklaven standen sogar unter besonderem Schutz des Partiarchen einer Sippe und dieser musste sich um sie ebenso kümmern, wie um alle anderen seines Hausstandes. Sie konnten nur eben nicht frei entscheiden wohin sie gehen, ob sie heiraten und Kinder haben dürfen, EIn Teil ihres erwirtschafteten (was der größere gewesen sein dürfte) musste an den Besitzer gehen und dergleichen mehr.
In Rom war ähnliches erst viel später der Fall, wenngleich auch schon zu Zeiten der Republik Lockerungen eintraten (dank gewisser Aufstände).
Auch die Leibeigenschaft im Mittelalter hat ihre Grenzen. So durfte man seine "Leibeigenen" nicht grundlos töten, denn die waren Christen und ich nehme mal an, jeder kennt die 10 Gebote. Eben weil sie Christen waren fielen sie auch unter derlei Handhabung, was andere Dinge angeht (wie sie zu sexuellen Handlungen zwingen). Als Christen und Bewohner eines Landes, fielen sie auch unter die dort ortsübliche Rechtshandhabung, sprich die Gesetze galten auch für sie. Die Frage, welche sich nun aber stellt ist, wie sehr man diese Regeln in der Realität beachtet hat und genau darin liegt das Problem, wir wissen es nicht mit Sicherheit. Sicherlich war es nicht das Gelbe vom Ei, ein Leibeigener zu sein, aber wir reden hier von Feudalherren, deren Einkommen von den Leibeigenen abhängt. Sie zu misshandeln oder zu sehr zu belasten bringt dem Feudalherren nichts, weil die dann nicht genug erarbeiten können, und er sich somit um seinen eigenen Reichtum bringt. Bauern die also im Mittelter Leibeigene waren dürften ein recht geregeltes Leben geführt haben und mussten einen Teil des Erwirtschafteten eben abgeben, sie waren in manchen Fällen zur Heeresfolge verpflichtet, in anderen nicht. Bürger einer Stadt hingegen waren Freie und damit nicht dem Fürsten hörig. Des weiteren, über Dauer und Verhältnis der Abhängigkeit des Leibeigenen und der Feudalherren gab es breite Unterschiede, von Land zu Land, Ort zu Ort, Fall zu Fall. Leibeigenschaft ist eines auf keinen Fall, die selbe Art von Sklaverei, in der ein Spartacus und andere in Hollywoodfilmen gezeigt wird. Eher jene Art, die ein gewisser Cato in seinem Werk über die Landwirtschaft beschreibt. Eben hörige Bewirtschafter des Grossgrundbesitzers, die zu seinen Gunsten die Arbeit erledigten.
Ums nun zusammenzufassen, was ich mit dem ganzen meinte und bereits beim letzten mal gekürzt auch schon andeutete, dir aber entgangen ist, Sklaverei ist nichts, was einheitlich geregelt ist. Eine genaue Definition ist nicht möglich, auch wenn man es gern heute tut und sowas in Schubladen pressen mag. Stets hing die Art der Sklaverei und die Behandlung von Sklaven eben von den Normen der Zeit ab und genau die sind es, welche bestimmten wie man mit Sklaven und Unfreien umging. Es ist also nicht unrealistisch, wenn in Elurien Sklavengesetze diesen Rechte einräumen, denn dann entspricht das einfach den Normen im religösen wie weltlichen Bereich dieser Gesellschaft. Wenn also in Elurien es unmoralisch ist jemand zu solchen angesprochenen Dingen zu zwingen, ist das eben so. Wie du dir das für Vorovis zurechtlegst, ist die Sache der Vorovisianer und für diejenigen in Elurien unherblich.


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