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Re: Wer hat an der Uhr gedreht?

Johannes (Kjolu) @, Tuesday, 03. October 2006, 18:04 @ Bernd/Beor


Als Antwort auf: Re: Wer hat an der Uhr gedreht? von Bernd/Beor am 03. Oktober 2006 15:38:49:

Das "alte Eisen" hat ja insofern Recht, als sich die Zeiten ziemlich geändert haben. Es mag hier bei CHR noch eine gute Handvoll derer geben, die "Freiheit" im Spiel zu schätzen wissen, doch die Mehrzahl (das merkt man schon an den häufigen Fragen zu Regeln etc.) will einfach feste Regeln haben, nach denen sie agieren können/müssen/sollen.

Das stimmt natürlich, allerdings kam es mir bereits bei meinem Einstieg schon so vor, dass es nicht ganz so einfach ist, sich überhaupt soweit in die Welt eingefunden zu haben, dass man darüber hinaus daran denkt, die Freiheit für sich zu nutzen. Ich habe ehrlich gesagt relativ lange gebraucht, bis ich über den Punkt hinaus war, wobei es mir so vorkam (was nicht heißt, dass es auch so ist), dass es einem in Gilgat im Gegensatz zu Estichà wesentlich leichter fällt, die möglichen Freiheiten auch wahrzunehmen.

Vor Jahr und Tag kamen ja schon Vorschläge, man sollte das Spiel mit gewissen "feststehenden" Regelungen versehen, um eben auch diejenigen anzuziehen und zu beruhigen, die sich ansonsten in den unpersönlichen Massenspielen wiederfinden. Wegfall des "pauschalen Lebens" und eine
Verbrauchsregelung für Lebensmittel aller Art in CHR-On würde schlicht und
einfach dafür sorgen, dass produzierende Bauern echte Abnehmer finden, weil
die Leute was zu fressen brauchen. Die Preise würden sich regeln, weil nur
der verkauft, der am günstigsten produziert und wer keinen Job annimmt, weil
er sich nicht ums Spiel kümmert, fliegt schlicht und ergreifend raus, weil er
verhungert in der Ecke liegt.
Dann würde sich die Einwohnerliste auch auf diejenigen beschränken, die wirklich
da sind und nicht nur aufgrund ihrer langen Zugehörigkeit zum Spiel und aus
Nostalgiegründen in der Liste stehen - ansonsten aber auf keine Mail mehr antworten.
Was die Massenspiele von CHR unterscheidet ist ein gewisser "Zwang" zu Wirtschaftskreisläufen. Nur wer Produkt XY beschafft/kauft/klaut kommt im Spiel voran. Und das fehlt hier schlicht. 50 Priester, 20 Minister, eine Handvoll Träumer und ein trauriger Rest derer, die sich von denen verwalten und herumschubsen lassen, weil sie nicht in den Tempel gehen und sich als Novize ausbilden lassen oder dem Statthalter treu zu Diensten sind und mit einem Job belohnt werden.

Wobei ich ehrlich sagen muss, dass mich diese ganze Wirtschaftsseite mit dem CHRon eher hemmt als im Spiel voran bringt. Und seitdem mein Charakter irgendwann mal glücklicherweise soviel Geld angehäuft hat, dass er davon noch die nächsten zwei Jahre bei regelmäßigem Abzug seiner (geringen) Lebensstandardskosten leben kann, liegt mir das Spiel noch mehr, weil ich mich darum nicht mehr unbedingt kümmern muss. Ich war bestimmt schon seit einem Jahr nicht mehr im CHRon eingeloggt, höchstens mal um Steckbrief oder URL zu ändern.


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