<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
<channel>
<title>Vorovis Hafenmarkt</title>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/</link>
<description>Vorovis Hafenmarkt</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Licht</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Vira Laledon, Friday, 03. May 2024, 16:46:</em></p><p><p>Macht das Licht aus :3</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=174</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=174</guid>
<pubDate>Fri, 03 May 2024 16:46:15 +0100</pubDate>
<category>Hafenmarkt</category>
<dc:creator>Vira Laledon</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Leuchte!</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Die Flamme, Tuesday, 19. July 2016, 19:59:</em></p><p><p>Die Flamme war nicht erloschen, niemals und zu keiner Zeit und aus dem scheinbar versiegenden Flackern in der Dunkelheit wuchs langsam sie wieder empor. Aus den Händen der Gefallenen wurde sie aufgenommen, weiter gereicht in der ungebrochenen Kette, die tausend Jahre zurück in die Vergangenheit reichte. Zuerst waren es nur Nadelstiche, doch dann bluteten die Invasoren. Das freie Vobra erhob sich und die Flamme leuchtete in den Herzen derer, die auf's Neue den blutroten Bannern folgten und sie leuchtete in ihren Taten, die niederzuschreiben den Zukünftigen vorbehalten ist. So leuchte Flamme, leuchte!</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=162</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=162</guid>
<pubDate>Tue, 19 Jul 2016 19:59:00 +0100</pubDate>
<category>Hafenmarkt</category>
<dc:creator>Die Flamme</dc:creator>
</item>
<item>
<title>In der Zwischenzeit...</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Vira Laledon, Sunday, 04. October 2015, 21:06:</em></p><p><p>In der Zwischenzeit...</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=150</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=150</guid>
<pubDate>Sun, 04 Oct 2015 21:06:04 +0100</pubDate>
<category>Hafenmarkt</category>
<dc:creator>Vira Laledon</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Der Untergang</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Reise-SL, Saturday, 08. October 2011, 17:12:</em></p><p><p>Von den Mauern der Stadt und aus den Fenstern der Zitadelle lässt sich noch am ehesten Beobachten, was nun geschieht: Sind die ersten beiden Wellen noch mehr oder weniger probehalber durch das Hafenbecken geschwappt, klatscht die dritte Welle ungebremst gegen die oberen Etagen der am Hafen stehenden Gebäude. </p>
<p>Sämtliche Schiffe im Hafen werden von ihren Vertäuungen gerissen und durch die Straßen in die Stadt hinein getragen. Menschen und andere Wesen der Nähe des Hafens werden von den Wassermassen unweigerlich erfasst. </p>
<p>Das eigentliche Grauen aber folgt hinter dem Wellenkamm: Hunderte Sragon schwimmen dort und sie haben nur ein Ziel: Jedes lebendige Wesen.</p>
<p>Das Dunkel der Wassermassen senkt sich über die Stadt wie ein nasses Leichentuch.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=144</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=144</guid>
<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 17:12:33 +0100</pubDate>
<dc:creator>Reise-SL</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Die zweite Welle</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Reise-SL, Sunday, 25. September 2011, 19:22:</em></p><p><p>Noch gaffen die meisten Leute im Hafen, den Mund voll Staunen offen stehend, auf den Metcha hinaus. Das abfließende Wasser der ersten Welle hat nasse Pfützen an Orten hinterlassen, die sonst nur bei Regen benetzt werden. Ein nur wenig mit Verstand gesegneter Hafenarbeiter, der dagegen für ein gerüttelt Maß Gerissenheit bekannt ist, schnappt sich schnell einen Eimer. Mit eiligen Bewegungen sammelt er die sterbenden Fische auf, die hier und dort auf dem Trockenen zappeln. &quot;Ein Geschenk von Nestor!&quot; brüllt er freudig und wedelt mit dem Fisch in seiner Hand. &quot;Ein Geschenk von Nestor!&quot;</p>
<p>Doch schon im nächsten Augenblick verstummt der arme Mann. Denn vom Metcha kommt ein Geräusch wie von Kies und Geröll, das immer schneller werdend einen Hang hinunter rutscht. Kaum am tiefsten Punkt angekommen heben sich auch die Schiffe schon wieder. Die Geschwindigkeit lässt ahnen, dass sie diesmal noch höher aus dem Hafenbecken gehoben werden als zuvor.</p>
<p>Das seltsame Geräusch des herannahenden Wassers ist in der gesamten Stadt zu hören und vielerorts werden die Leute in ihrem täglichen Tun innehalten. Mancher wird herüber sehen in Richtung des Hafens. Aber diejenigen die näher bei der Zitadelle sind schauen eher besorgt auf die Steilwand, die sich dahinter erhebt, und die das Geräusch wie ein treuer Bruder als unverfälschtes Echo zurückwirft. Besonders Eilige oder besonders Ängstliche beschleunigen sodann ihre Schritte um von der vermeintlichen Quelle des Geräusches fort zu kommen - besonders Neugierige oder Furchtlose dagegen bleiben noch eine Weile stehen und diskutieren, was für ein Geräusch das sein mag.</p>
<p>Am Hafen gibt es über den Ursprung des Geräusches keine Zweifel. Es ist diese Welle, die da auf Vorovis zu rast und die mit jedem Vat die sie sich nähert an Höhe zu gewinnen scheint. Panik bricht aus und jeder Mensch mit klarem Verstand kehrt diesem Monster den Rücken und rennt was das Zeug hält vom Hafen fort. Doch so schnell sie auch rennen - das Wasser ist schneller. Einige flüchten in Häuser und auf Dächer, doch dann ist das Wasser bei Ihnen und brandet gegen die Mauern wie der jährliche Sturm gegen den provisorischen Unterstand eines Poraca-Hirten. Während die Schiffe im Hafen sämtlich von ihrer Vertäuung losgerissen werden oder in dem über sie hereinbrechenden Wasser versinken, knickt die erste Gebäudereihe am Hafen unter dem Ansturm der Berge aus Wasser ein.</p>
<p>Nur der Tempel des Nestor trotzt den Urgewalten des mächtigen Gottes - so es denn wirklich Nestors Werk sein sollte, dessen Vorovis hier ansichtig wird! Doch für philosophische Betrachtungen bleibt keine Zeit! Wer weniger als 100 Vat von der Hafenkante fort ist, bekommt nasse Füsse und muss sich später darüber Gedanken machen, welchem Gott er dafür danken kann. All jene aber, die nicht mindestens 30 Vat zwischen sich und das Hafenbecken bringen konnten, verlieren jeglichen Halt in den stürmenden Wassermassen.</p>
<p>Der Metcha schwemmt sie auf und drückt sie unter, schleudert sie umher wenn das Wasser um dunkle Häuserecken in enge Gassen strömt und spielt mit ihnen wie ein kleiner Junge, der ein wehrloses junges Charababy in eine große Regetonne wirft.<br />
Einen kurzen Augenblick schweigt der Metcha, nur die Hilferufe und Angstschreie der Menschen dringen durch sowie das Wimmern der niederen Wesen, der Felligen und verwachsenen, für die das Wasser ebenso einen Feind darstellt, wie für die aufrichtigen Vorovisen. Doch dann zieht sich die nasse Hand des Metcha zurück und wer sich bis jetzt in den Strudeln noch aufrecht halten konnte, den reißen nun die Schränke und Bänke, Tische und Truhen, Bretter, Eimer, Türen und nicht zuletzt die leblosen Körper anderer hilfloser Bewohner der Stadt um, lassen auch ihn einen tiefen Zug vom brackig öligen Geschmack des abfließenden Wassers nehmen.</p>
<p>Das malmende Geräusch der alles vernichtenden Woge grollt wie dumpfer Donner durch die Stadt, abgerundet von einem vielstimmigen Chor der Ertrinkenden und unterlegt vom beinahe rhythmischen Schlagen der großen Schiffe, die nun wie Korken in einem Eimer mal hier mal dort gegen Wände, Mauern und Häuser schlagen. Sie setzen sich wenn das Wasser unter dem Kiel zu wenig wird und zerdrücken unter sich die Häuser, von deren Dächern man einst gerne nach Norden schaute um diese stolze vorovische Flotte ausfahren zu sehen.</p>
<p>Doch dort im Norden liegt jetzt etwas anderes: Eine Bedrohung deren Macht Vorovis bisher nicht gekannt hat. Eine fremde Macht, die mit den Fingern des Wassers den Weg erprobt hat, der sie bis zum Herzen der Stadt tragen soll. Sie macht sich bereit für den entscheidenden Schlag und wer noch Muße hat zu lauschen, der mag in der Ferne das leise Trommeln und Singen hören.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=143</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=143</guid>
<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 19:22:47 +0100</pubDate>
<dc:creator>Reise-SL</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Die Welle</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Reise-SL, Friday, 16. September 2011, 09:41:</em></p><p><p>Während sich die Befehlshaber Vinzenz Kyran und Uri Baldor im Hafen beratschlagen, klatscht eine erstaunlich hohe Welle an die Kaimauer und schießt mehr als einen halben Vat hoch darüber hinweg. Das Wasser spült über den gesamten Kai und reißt jene von den Beinen, die zu nah am Hafenbecken stehen. Bis an die Wände der am nächsten stehenden Gebäude klatscht das Wasser, schwappt durch offene Türen in die Häuser und schwemmt leere Fässer und Kisten auf, die hier und dort herumliegen. Die Schiffe im Hafenbecken, dessen Wasserstand sonst wohl knapp 2 Vat unter der Kante der Kaimauer liegt, werden angehoben und schlagen gegen die Pier, ohne dass die nun hoch in der Luft hängenden Fender den Schlag abfangen könnten. Weiter draußen im Hafen wird ein kleineres Schiff teilweise losgerissen, als die Welle alle Boote mit Macht mehrere Vat landeinwärts schiebt. Knirschend und splitternd kollidieren ein paar Schiffe, Unheil verkündend.<br />
Unter den Leuten am Hafen machen sich Angst und Panik breit. Wer nicht unter militärischem Befehl steht verlässt die Hafengegend fluchtartig und läuft ins Innere der Stadt. Durch die sanft ansteigenden Wege hat sich das Wasser mehr als 10 Vat in die Stadt vorgearbeitet. Die Hafenarbeiter sammeln sich nun an dieser flüchtigen Grenzlinie zwischen Land und Meer, ungläubig auf das Schauspiel im Hafen schauend. Auch die Soldaten und sonstigen Befehlsempfänger ziehen sich vorsichtig von der Hafenkante zurück. Den gestrauchelten Kameraden wird aufgeholfen, dann aber richten sich alle Blicke sorgenvoll in Richtung Metcha.<br />
Als das Wasser abfließt, senken sich die Schiffe im Hafen weit unter den üblichen Wasserstand. Erste Taue knarzen und reißen splitternd aus ihren Verankerungen an Bord. Masten neigen sich gefährlich stark gegen die Senkrechte. Das abfließende Wasser legt Stellen tief unten an den Kaimauern frei, die seit der Errichtung der Stadt nicht mehr trocken lagen.<br />
Und draußen auf dem Metcha baut sich drohend die nächste Welle auf, die wie eine Wand aus grünlich schimmerndem Wasser auf Vorovis zu rollt.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=141</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=141</guid>
<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 09:41:56 +0100</pubDate>
<dc:creator>Reise-SL</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Aufklaren</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Reise-SL, Saturday, 30. July 2011, 09:16:</em></p><p><p>Langsam, sehr langsam und doch mit einiger Spannung von Land beobachtet, nähert sich die Nebelbank weiter der Stadt und der umliegenden Küste. Jedoch sorgt ein leichter ablandiger Wind gleichzeitig dafür, dass der Nebel sich ein wenig lichtet. <br />
Zu sehen ist eine unermesslich große Insel aus treibenden Mangroven - zumindest könnte es das sein, wären da nicht zwei irritierende Phänomene: <br />
Das Ding bewegt sich nicht mit der Strömung sondern quer dazu. <br />
Aber vor allem sind bei genauerem Hinsehen inmitten der Insel Dinge zu sehen, die nicht natürlichen Ursprungs sind. So kann man beispielsweise Stücke von Schiffen erkennen - Planken und gar einen halben Kiel, Masten, Fässer und Kisten die vielleicht einmal Schiffsladungen waren. Auch von den vier kleinen Booten sind Teile erkennbar, eins ist sogar noch vollständig erhalten, soweit man das erkennen kann. Sie befinden sich allerdings erstaunlich weit im Inneren der treibenden Mangroveninsel so dass man sich fragen muss, wie sie dahin gekommen sein können.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=134</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=134</guid>
<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 09:16:03 +0100</pubDate>
<dc:creator>Reise-SL</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Nebelbank</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Reise-SL, Friday, 22. July 2011, 20:40:</em></p><p><p>Weit draußen auf dem Metcha ist an diesem Morgen eine Nebelbank aufgezogen. Als es hell wird liegt sie da, mitten im Wasser und tut nichts weiter, als die Sicht zu behindern. Ihre Größe ist schwer zu schätzen, man schwankt in der Einschätzung von einem bis zwei Yevan bis zu mehr als einem Evet. <br />
Der Wind weht wie üblich von Osten nach Westen und die Strömung auf dem Metcha bewegt die Wellen leicht versetzt dazu von der Mündung des großen Stroms im Südosten nach Nordwesten. <br />
Die Nebelbank treibt langsam von Norden nach Süden auf Vorovis zu.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=125</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=125</guid>
<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 20:40:51 +0100</pubDate>
<dc:creator>Reise-SL</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Vorbereitungen und Aufbruch</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Vinzenz Kyran, Monday, 11. July 2011, 11:07:</em></p><p><p>Frühmorgens ist bereits viel Bewegung im Kriegshafen auszumachen.<br />
Reichsprovisor Kyran überprüft persönlich den Zustand der vier schnellsten Schiffe im Hafen, im Schlepptau befinden sich ein paar Beamten, die immer wieder mal Fragen von Vinzenz Kyran beantworten dürfen, die offensichtlich die jeweils besichtigten Schiffe betrifft. <br />
Eine Mannschaft wurde vermutlich bereits in der Nacht bestimmt, da am Pier bereits Seesoldaten, Matrosen und Anhang stehen und nur darauf warten den Schiffen zugeteilt zu werden.</p>
<p>Nach einiger Zeit werden schließlich zwei Schiffe von Vinzenz ausgewählt und dienstbeflissen durch die bereitstehende Besatzung auch bemannt. <br />
Die Kapitäne und ihre Stellvertreter verschwinden dann rasch Richtung Hafenkommandatur, wo vermutlich die Befehlsausgabe erfolgen wird...</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=121</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=121</guid>
<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 11:07:13 +0100</pubDate>
<dc:creator>Vinzenz Kyran</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Der Metcha</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Reise-SL, Wednesday, 06. July 2011, 21:37:</em></p><p><p>Der Rauch über Hul steigt nun schon den zweiten Tag auf. Mal ist die Rauchsäule dicker, mal dünner, mal schwankt sie im Wind, mal steigt sie scheinbar senkrecht auf. Doch niemals versiegt der schwarze Qualm. Und während aller Augen nach oben gerichtet sind, ist das was die Fischer an Land bringen ebenso unerfreulich. </p>
<p>Sie kommen heim mit Netzen voller Schutt. Holzbretter, Stuhlbeine, halbe Bettgestelle, Gemüse und Obst das an der Oberfläche treibt, zerrissene Kleider und Segeltuch, die nur langsam in die Tiefen absinken.</p>
<p>Ein frischer Wind aus Nordwest treibt all dies an die Küste von Vobra. Treibgut soviel, wie sonst kaum in einem Monat liegt des morgens hoch auf den Strand gespült. Ein alter Seebär schlurft daran entlang und nuckelt an seiner kalten Pfeife. &quot;Wenn davon da draußen noch mehr rumschwimmt, fahre ich heute nicht raus.&quot; kommentiert er, verdrückt sich jedoch schnell um eine dunkle Ecke. Hier sind schon Leute für weniger aufrührerische Reden umgebracht worden!</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=119</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=119</guid>
<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 21:37:26 +0100</pubDate>
<dc:creator>Reise-SL</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Rauchwolken</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Reise-SL, Monday, 04. July 2011, 21:58:</em></p><p><p>In dieser Nacht kann man im Nordwesten ein fremdartiges Glühen sehen. Es flackert mal heller und mal dunkler und gerade heute steht kein einziger, fahler Mond über Mradoshan. Die einzigen Lichter sind die Laternen und Kerzen der Stadt, und selbst auf 100 Vat Entfernung würde eine einfache Öllampe noch dieses fremde Leuchten in der Ferne überstrahlen.<br />
Trotzdem ist es deutlich erkennbar und es verheißt nichts Gutes. Es währt nicht die ganze Nacht sondern verdunkelt sich mehr und mehr. Zwei Stunden vor dem Erstrahlen der Soa ist es nicht mehr auszumachen.<br />
Am Morgen jedoch steigt dort fern im Nordwesten Rauch auf.<br />
Nicht der dünne, flimmernde Hitzeschleier, der über einem ordentlichen Herdfeuer aus trockenem Holz zu sehen ist und auch nicht die weißgrauen Quellwolken über einem nassen Brand am Waldboden. Es ist ein schwarzbrauner Turm aus Asche, Rauch und Dunkelheit der da aufsteigt. <br />
Zwei junge Männer, Tagelöhner oder Diebe, lehnen an einer verwitterten Mauer in der Nähe des Hafens und betrachten das ferne Schauspiel. &quot;Sag was Du willst, aber ein echter Waldbrand qualmt nicht so bestialisch.&quot; kommentiert der eine. Der andere stimmt ihm nickend zu. &quot;Hul, oder?&quot; fragt er. Nun nickt der erste. Dann machen sich beide auf den Weg, zur Arbeit oder zum nächsten Einbruch.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=117</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=117</guid>
<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 21:58:18 +0100</pubDate>
<dc:creator>Reise-SL</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ausbleibende Nachrichten</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von EST-SL, Friday, 17. June 2011, 12:04:</em></p><p><p>Jahre lag es schon zurück das die dunkle Stadt die knochigen Finger nach der Insel Shettema ausgestreckt und es dem gierigem Schlund Vobras einverleibt hatte. Ein Sieg der vielen noch im Gedächtnis war, ein Schlag gegen den Neuen Kult, ein Schlag gegen die Freiheit, welcher sich andere Reiche rühmen. Ein Sieg gegen die Katzen, die Unreinen! Ein zu behütender Augapfel Vorovis, gab man doch nichts wieder kampflos her was man sich einst genommen hatte. Teile der Flotte bewachten das Gewässer seither, kämpften wenn nötig, hielten es fest in der Hand.</p>
<p>Doch etwas war dieser Tage anders, irgendetwas stimmte nicht. Von dem Flottenteil kam keine Nachricht mehr nach Vorovis, keine Botschaft, kein Schiff, keine anderweitige Meldung, absolut nichts. Stille die mißtrauisch machte. Niemals würden diese Meldungen ausbleiben, außer... ja, außer es war ihnen nichtmehr möglich.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=110</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=110</guid>
<pubDate>Fri, 17 Jun 2011 12:04:32 +0100</pubDate>
<dc:creator>EST-SL</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Feuertränen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von VOR Verwaltung, Friday, 03. December 2010, 18:50:</em></p><p><p>Der Reichsprovisor war es, der nach seiner Trauerrede den Scheiterhaufen entzündete. Mit einem Fauchen und einem dumpfen Knall, so als risse das Fell einer großen Pauke, loderte eine einzige, riesige Flamme himmelwärts. Das massive Holz, getränkt mit einer stechend riechenden Flüssigkeit, die eigens aus dem geheimnisumwitterten MilWis herbeigeschaft worden war, brannte wie Zunder. Hitze brandete wie eine Welle an die vorderen Reihen der Trauernden, zwang den Reichsprovisor zwei, drei Schritte zurück. Fahnentücher flatterten in Feuersturm nach oben, als wären es Blütenblätter, die sich schloßen, bevor sie in der brausenden Flamme vergingen. Einer nach dem Anderen warfen die Soldaten ihre Fackeln in das verzehrende Toben des Feuers. Feuertränen, die der Himmel weinte. So verlosch der Feuersee, bis nur mehr der Scheiterhaufen brannte, fauchen und lodernd, Haut, Bein und Fleisch verzehrte. Ascheflocken taumelten vom Himmel, segelten im heißen Wind, wie steuerlose Schiffchen, bis sie lautlos herabregneten, auf Mensch und Stein. Krachend brach in einem Vulkan von Funken die Holzkonstruktion in sich zusammen, doch weiter loderten die Flammen in unnatürlicher Hitze und Kraft. Stunde um Stunde fraß das Feuer Holz und Körper, bis die Flammen flackernd erstarben und nur mehr Glut zurückließen. Als das erste Grau des neuen Tages im Osten am schwarzen Samt des Nachthimmels einen Silberstreif zog, erlosch auch die Glut. Kaum Asche hatte das Wüten der Flammen hinterlassen, nur einen Haufen zerspellter, weiß gebrannter Knochensplitter. Von der Zitadelle her kamen die Wagen mit den großen Urnen und Soldaten aller Waffengattungen betteten feierlich die sterblichen Überreste der Gefallenen in die eisernen Gefäße. Der Reichsprovisor hob den Stab des Gesetzes zum letzten Gruß, als die Wagen an ihm vorüber rollten, Richtung Zitadelle. Ein frischer Wind kam im ersten Licht des Morgens auf und wehte den Brandgeruch durch die engen Gassen der Stadt und die Toten waren endgültig heimgekehrt.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=109</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=109</guid>
<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 18:50:42 +0100</pubDate>
<dc:creator>VOR Verwaltung</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Abschied</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Hel Nergal, Saturday, 27. November 2010, 04:15:</em></p><p><p>„Landsleute, Vorovisianer!”: begann Hel die Trauerrede und stieß in diesem Moment das ganze, wohlerwogene Konzept seiner Rede um. Er spürte die Ergriffenheit, den Schmerz der Menschen rings um ihn und er verstand intuitiv, daß er die Herzen dieser Menschen erreichen mußte, sollte das Opfer, das so viele Familien in Vorovis gebracht hatten, nicht vergeudet werden. So ließ er seinen eigener Schmerz zu und die damit fiel die kühle Maske, die er so oft zwischen sich und die Welt zu stellen pflegte. Seine Stimme war rauh, als er fortfuhr und verriet mit jedem Wort seine Bewegtheit.<br />
„Wir nehmen heute Abschied von geliebten Menschen, von Söhnen, Töchtern, Vätern, Müttern und Freunden. Sie sind von unserer Seite gerissen worden durch die Niedertracht einer kleine Gruppe Verräter. Ich weiß, daß es euch nur ein kleiner Trost ist, daß dieser Abschaum seiner gerechten Strafe nicht entgangen ist, denn auch ich trauere um meine Frau und einen Freund. Der Schmerz verstummt nicht durch Gerechtigkeit und lange werden wir an ihm tragen. Selbst das Wissen, daß unsere Brüder und Schwestern als wahre Vorovisianer mutig und entschlossen in den Tod gegangen sind, schmeckt uns jetzt nach Asche. Nichts kann die Leere füllen, die der Tod unserer Helden hinterlassen hat, schon gar nicht leere Phrasen und weihevolles Gerede. Aber wir, die wir am Leben geblieben sind, wir stehen in der Schuld derer, die für Vorovis gefallen sind. Denn Vorovis ist nicht allein der Herrscher, nicht die Regierung, nicht Stein und nicht Fahne. Ihr, ich, wir alle sind Vorovis, in unseren Herzen und in unserem Blut lebt Vorovis und unsere Landsleute sind für uns gestorben, für jeden Einzelnen von uns! Sie sind gestorben, damit Vorovis lebe. Ihr Opfer ist das Maß, an dem wir einst gemessen werden. Wir stehen in ihrer Schuld und wir sind verpflichtet uns ihrer Opfer würdig zu erweisen! Nehmen wir jeder für uns diese Verpflichtung an und ehren wir mit der gemeinsamen Anstrengung aus Tränen, Asche und Blut Vorovis stärker und gerechter erstehen zu lassen, ihr Opfer. Ihre Taten und ihre Namen sollen weiterleben, in unseren Herzen und in unseren Gedanken, damit wir die Kraft finden, Vorovis so zu dienen, wie unsere Brüder und Schwestern gefallen sind, aufrecht, unerschütterlich und treu bis in den Tod!”<br />
Für einen langen Augenblick rang Hel mit seiner Fassung, bevor er weitersprechen konnte.<br />
„Genug der Worte. Laßt uns Abschied nehmen. Sollen unsere Herzen aussprechen, wofür jedes Wort zu klein ist. Ruhet in Frieden!”<br />
Tief verneigte sich Hel in Richtung der stummen Toten unter den blutroten Fahnentüchern.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=108</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=108</guid>
<pubDate>Sat, 27 Nov 2010 04:15:08 +0100</pubDate>
<dc:creator>Hel Nergal</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Der letzte Apell</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von VOR Verwaltung, Thursday, 25. November 2010, 13:42:</em></p><p><p>Der Fluß aus Feuer strömte auf den Volksplatz und die Flammen breiteten sich aus,‭ ‬bis der riesige Scheiterhaufen in seinem Zentrum von einem See aus Feuer umgeben war.‭ Feierlich‬ wurden die Toten auf die drei Plattformen‭ der hölzernen Stufenpyramide gebettet. Allen voran der Katafalk Dhaxun Zahars auf der obersten Stufe, allein über allen anderen Toten, wie es dem gefallenen Überwinder der Erzverräterin zukam. Als der Letzte der Gefallenen seinen Platz auf dem Scheiterhaufen eingenommen hatte, schwiegen mit einem Mal die Trommeln. Schweigen! Nur das Knistern der Flammen war zu vernehmen in der plötzlichen Stille. Dann zeriß ein einzelnes Hornmit dem Signal zum Apell die Stille.  <br />
‭Mühsam erklomm ein verwundeter, hochdekorierter Soldat das einfache Podest, das unweit des Scheiterhaufens errichtet worden war. Es war einer von Dhaxuns Männern, die mit ihm die Skaut genommen hatten, der mit bewegter Stimme die Toten zum letzten Apell aufrief. Zuerst waren es nur ein paar Soldaten, die anstelle der Gefallenen “Hier!” riefen, doch immer mehr fielen ein, bis die Trauernden wie mit einer Stimme riefen, so als ob Vorovis selbst antwortete. Als die letzte Meldung verklungen war, blies der Hornist das Signal zum Wachwechsel und die Toten traten ihre ewigen Wacht an, über Vorovis und das Reich.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=107</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=107</guid>
<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 13:42:29 +0100</pubDate>
<dc:creator>VOR Verwaltung</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Das Große Fest (Vorbereitung)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Vinzenz Kyran, Monday, 25. October 2010, 15:31:</em></p><p><p>Obwohl in der Stadt noch immer viel Patroullien der E.X. und auch der Garnison unterwegs sind und kein Bürger die Stadt verlässt, ist vor den Toren Vorovis eine Masse an Menschen an der Arbeit.<br />
Unter der Leitung von Lando Zorba sind Sklaven und freiwillige Arbeiter damit beschäftigt vier kleine Tribünen zu errichten und ein Podest, in der Anordnung eines gestuften Theaters. Noch ist alles ziemlich provisorisch aus verschiedenen Holzsorten zusammengezimmert aber man sieht am ersten Blick, dass „etwas großes“ geplant ist. Im Laufe des Tages werden noch Massen an Dekorationen angebracht, Fahnen, Schilder und auch Standarten der einzelnen Gardeeinheiten werden in der Nähe des Podests aufgestellt oder angebunden. </p>
<p><br />
Inmitten des Getümmels ist auch Vinzenz Kyran mit einer kleinen Abordnung an Ehrengardisten der Hafengarde. Ab und zu bleibt er bei einem der verstreuten Planungstische stehen und betrachtet die Zeichnungen und Notizen der Zimmerleute.<br />
Vor Tribünen und Podest ist ein riesiges Areal abgesteckt mit Holzpflöcken und Verbindungsbrettern, an manchen Pflöcken sind Masten mit Bannern in den prächtigen Farben von Vorovis befestigt worden. <br />
Vom Westtor bis zu der Tribüne sind ebenfalls kleinere Pflöcke in den Boden gerammt, mit gespannten Seilen wurde den Weg entlang ein Pfad markiert. </p>
<p><br />
Etwas Abseits sind ettliche Köche, Zivil als auch Militärs damit beschäftigt pompös aufzukochen. Ein etwas größeres Gardezelt schirmt die genauen Arbeiten ab, vor dem Zelt jedoch, sind einige Kochstellen errichten und immer wieder treffen von der Stadt aus Küchengehilfen und Wirte ein um verschiedenste Zutaten zu liefern oder in dem großen Zelt zu verschwinden…</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=102</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=102</guid>
<pubDate>Mon, 25 Oct 2010 15:31:43 +0100</pubDate>
<dc:creator>Vinzenz Kyran</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Die Nacht der Toten</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von VOR Verwaltung, Sunday, 10. October 2010, 19:28:</em></p><p><p>Die Feuerschlange hob ihr Haupt in dem Moment, als der erste Trommelschlag ertönte. Eine Flamme loderte auf, riß eine Insel der Helligkeit ins Gewebe der Finsternis, dann blühten die Feuerbrände auf, sprangen von Fackel zu Fackel, von Flammenbecken zu Flammenbecken bis die Straße erleuchtet war und die Feuerschlange streckte ihren Leib. Entlang der Wege entzündeten Soldaten der Garnison und der Armee die Fackeln, bis eine Allee aus Feuer loderte, für den letzten Marsch der Gefallenen und dumpf dröhnten die Trommeln.<br />
Aus allen Richtungen rollte der Klang der Pauken wie Brandung durch die Stadt, dumpf und gemessen, im Gleichmaß traurigen Stolzes, mit dem Vorovis seit Jahrhunderten seine Helden zur letzten Ruhe geleitete. Arm und reich strömten zusammen, harrten schweigend ihrer Gefallener. Waren manche Augen auch feucht, es war kein Weinen oder Schluchzen zu hören. Dem Schmerz ganz überlassen hatten sich die Trauernden bei der, im kleinen Kreise abgehaltenen, Segnung der Gefallenen durch die Priester des Tempels. Jetzt aber trugen sie ihre Trauer wie eine schwere Last, doch aufrecht und unbeugsam wie der Stein, aus dem ihre Stadt gefügt war. Näher und näher kam das Dröhnen der Trommeln und dann marschierten aus einer der Straßen die erste Abteilung Trommler, gefolgt von Bannerträgern mit dem Katafalk Dhaxun Zahars. Von acht Offizieren aller Waffengattungen wurde er getragen, gehüllt in die Fahne, für die er gefallen war, den eisernen Stern von Vorovis auf der Brust. Ihm folgte eine andere Abteilung Trommler und hinter ihnen die Gefallenen im Kampf um die Zitadelle. Unter ihnen Ayra Nergal inmitten ihrer Soldaten, die sie in den letzten Angriff geführt hatte. Stumm schritten hinter ihnen der Reichsprovisor, einen schwarzen Umhang über der Rüstung in der Farbe vergossenen Blutes, flankiert von seiner Leibwache. Von allen Aufbahrungsplätzen geleiteten Trommler die Toten und keinen Augenblick verstummte das Dröhnen der Pauken. Kein Kommando wurde laut als die Kolonnen einschwenkten und sich formierten. Allen voran die Bannerträger, dann die Abteilungen der Trommler und hinter ihnen die Gefallenen, zweihundertsiebenundneuzig stumme Leiber, gehüllt in die Fahne, für die sie gekämpft und das letzte Opfer gebracht hatten, an ihrer Spitze der Bezwinger der Erzverräterin, Dhaxun Zahar. Als der Reichsprovisor den Stab des Gesetzes hob und ihn wieder sinken ließ, setzte sich der Zug endgültig in Bewegung. Jetzt schlossen sich langsam und gemessen die Trauernden an. Auf Befehl des Reichsprovisors gab es keine trennende Marschordnung. Die Mächtigen des Reiches geleiteten die Gefallen gemeinsam mit dem einfachen Volk, ganz Vobra war vereint in Trauer. Durch die Allee aus Feuer marschierten die Toten, deren bleiche Gesichter mit geschlossenen Augen in den nächtlichen Himmel starrten, dessen Licht für sie erloschen war. In den Straßen reihten sich die Fackelträger am Ende des Zuges ein und so verlöschte Schritt um Schritt die Allee aus Flammen und verwandelte sich in einen Fluß aus Feuer und von den Wänden aus schwarzem Stein wiederhalten die Trommeln.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=93</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=93</guid>
<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 19:28:54 +0100</pubDate>
<dc:creator>VOR Verwaltung</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Zwischen Tag und Nacht</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von VOR Verwaltung, Sunday, 03. October 2010, 19:16:</em></p><p><p>Mit der Dämmerung war die Stille gekommen, allgegenwärtig quoll sie aus dem schwarzen Stein der Mauern , wie Blut aus einer Wunde, erstickte die gramgebeugte Geschäftigkeit in und vor der Stadt. Verstummt war das Rumpeln der Leichenkarren, verstummt waren auch die Stimmen der Ausrufer, die das Volk von Vorovis gerufen hatten, zur der großen Totenfeier vor den Toren der Stadt. Verstummt waren auch die die Stimmen der Priester und ihre Gebete über den toten Leibern der Gefallenen, die gehüllt in die blutroten Fahnen Vorovis schon im großen Schweigen Xiths ruhten. </p>
<p>Oben, über der Stadt, im Dunkel eines verwaisten Raumes, klirrte leise rotes Eisen in die Agonie des Augenblicks, als sich die einsame Gestalt aus seinem eisernen Stuhl erhob, den schwarzen Umhang enger um die Schultern zog und an das mit schweren Samt verhängte Fenster trat. Mit einem Ruck zog er den Vorhang zurück und blickte im sterbenden Licht des Tages über die Stadt zu seinen Füßen, die im Schatten der hereinbrechenden Nacht ertrank. Noch einmal flackerte ein schmaler Lichtstreif am westlichen Horizont, bevor das Himmelslicht endgültig erlosch und in diesem Moment als der Tag schon verloschen, die Nacht jedoch noch nicht geboren war, rief er stumm die Toten. Zu letzten Marsch rief er sie, zum Marsch in die Analen der schwarzen Stadt und in die Herzen der Vorovisianer. Ihre Namen sollten dem Vergessen entrissen sein und ihr Opfer die Wunden Vobras heilen, die der blutige Kampf geschlagen hatte. Werkzeuge waren sie gewesen und waren es noch im Tode, der Preis der Macht, der zu allen Zeiten in Blut zu entrichtet war, doch ihre Namen sollten leben, solange die schwarzer Wälle Vorovis zum Himmel drohten! </p>
<p>Eisen klirrte auf Eisen, als sich der Mann abwandte und den Raum verließ. Selbst durch die dicken Mauern des ehemaligen Jamachan Hauptquartiers drang das dumpfe Pochen der großen Pauken, das im gleichen Moment als das Himmelslicht endgültig erlosch, die Stille zerriß. Langsam, wie das Schlagen eines großen Herzens, hallten die Pauken bis in den letzten Winkel der Stadt, riefen die Menschen Vorovis zum Fest der Toten.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=91</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=91</guid>
<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 19:16:29 +0100</pubDate>
<dc:creator>VOR Verwaltung</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Der Herr der Toten</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Die Klagelieder, Tuesday, 28. September 2010, 12:24:</em></p><p><p>Auch innerhalb der Stadt finden Vorbereitungen statt doch wird dies kein Fest für die Lebenden, sondern für die Toten. Denn sie alle haben gesühnt am Tage des Sturmes - für ihre Verbrechen und die Verbrechen ihrer Vorväter. </p>
<p>Hoch oben in den letzten Räumen des Jamachan Hauptquartiers sitzt ein ergrauter Mann auf eisernem Stuhl. Rot seine Rüstung, schwarz sein Umhang, auf seinem Schoß ein silberner Stab. Seine grünen Augen blicken in die Dunkelheit des Raums. Er scheint zu lauschen. Die Einsamkeit ist voller Geheimnisse, doch er weiß; sie werden verraten.</p>
<p>Er hat ihnen ein Denkmal geschworen, all jenen die Gefallen waren für seinen Preis. Ein Monument ihrer eigenen Abscheulichkeit. Ein Turm auf verfluchtem Boden, sein eigener Thron auf den Gebeinen der Helden die zu Staub zerfallen. </p>
<p>Er scheint zu lauschen. Wer vermag zu sagen für wen das schwarze Herz Vorovis' trauert. </p>
<p>Seine grünen Augen blicken in die Dunkelheit des Raums. Die Einsamkeit ist voller Geheimnisse, doch er weiß; sie werden verraten. Niemand wagt es ihm in seiner Grabkammer zu begegnen. Denn er ist der Herr der Toten.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=90</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=90</guid>
<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 12:24:56 +0100</pubDate>
<dc:creator>Die Klagelieder</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ausgemerkelt</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Tharowa Rocarde, Friday, 17. September 2010, 14:55:</em></p><p><p>und mehr tot als lebending hing Tharowa nun schon wochenlang am Pranger. Drei Tage hätten es sein sollen und mit allem hatte sie gerechnet. Beschimpft und Geschlagen zu werden, beworfen zu werden mit Dreck und fauligem Obst oder Gemüse, doch nichts von dem ist eingetreten. Ganz einfach vergessen wurde sie, links liegen gelassen von den Oberen und dem Volk, vielleicht war ja genau das ihre gerechte Strafe. <br />
Auch ihre Bewachung hatte sich längst davon gemacht und von ihrer einstigen Schönheit war nichts mehr zu sehen, nur noch aus Haut und Knochen bestand ihr Körper. Anfangs hatte sie noch gerufen, dann gejammert und jetzt fehlte ihr die Kraft auch nur noch ein leises Wimmern von sich zu geben. Sie dämmerte nur noch vor sich hin, fiel immer wieder in eine tiefe dunkle Ohnmacht und konnte sich schon lange nicht mehr auf ihren Beinen halten.<br />
Nicht mehr lange und auch der letzte Funken Lebenswille und Kraft würde sie verlassen und sie auf den Weg zu den Göttern schicken...........</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=87</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/vor/index.php?id=87</guid>
<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 14:55:43 +0100</pubDate>
<dc:creator>Tharowa Rocarde</dc:creator>
</item>
</channel>
</rss>