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Sklavengesetze

Miranella @, Sunday, 17. December 2006, 04:04

Hallo Allerseits.

Eine sehr allgemeine Frage: Dürfen Sklaven in Elurien - nach dem Elurischen Gesetzt - zum Sex gezwungen werden, obwohl sie nicht wollen?

Danke für die Antwort im vorraus.

Liebe Grüße,
Mira


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Re: Sklavengesetze

Adrian @, Sunday, 17. December 2006, 11:46 @ Miranella


Als Antwort auf: Sklavengesetze von Miranella am 17. Dezember 2006 04:04:18:


Auslegungssache:

Sieht ein Richter Vergewaltigung als "Verletzung" an, dann ist's verboten. Hier "muss" man wohl Glück mit dem Richter haben.

Aber wenn man nach den elurischen Gepflogenheiten geht...lieber sein lassen.


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Chris(Ellion), Monday, 23. March 2026, 00:03 @ Adrian


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Adrian am 17. Dezember 2006 11:46:02:

Auslegungssache:
Sieht ein Richter Vergewaltigung als "Verletzung" an, dann ist's verboten. Hier "muss" man wohl Glück mit dem Richter haben.
Aber wenn man nach den elurischen Gepflogenheiten geht...lieber sein lassen.

Wozu sind dann eigentlich Lustsklaven da? *wundert sich*

Und was macht man eigentlich, wenn ein Sklave allgemein nicht tut, was ihm aufgetragen wird? Züchtigung ist ja nach dem selben Gesetzesparagraphen auch verboten...

Sklave in Elurien müsste man sein, dann hat man's echt gut. Zählt hungern lassen eigentlich auch als verletzen?

Bekloppte elurische (Sklaven-)Gesetze...

Gruss Chris


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Adrian, Monday, 23. March 2026, 00:03 @ Chris(Ellion)


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Chris(Ellion) am 17. Dezember 2006 12:02:03:


Die elurischen Sklavengesetze verhindern Züchtigung, Lustsklaven, Sklavenexport, vernünftigen Sklavenfang.

Noch Fragen? Cheers


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Re: Sklavengesetze

Benny/Asskis @, Sunday, 17. December 2006, 12:18 @ Chris(Ellion)


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Chris(Ellion) am 17. Dezember 2006 12:02:03:


Argh.... es liegt weder am Richter noch ann den allgemeinen Sklavengesetzen das die verboten ist, jemand mal das geltende Kirchengesetz bedacht? Scheinbar nicht.

Sexuelle Handlungen, egal welcher Art, egal mit welcher Art Wesen sind nur mit dessen ausddrücklichen Wollen gestattet alles andere wird vom Jhoulanaorden verfolgt, fragt mal nach wie schön die Zellen im Estichàtempel sind kenne da jemand der hockte da mehr als genug nur wegen der Behauptung das die Gottesgefällig sei.

Was Lustsklaven angeht so sind dies Sklaven die sich selbst diesen Weg gewählt haben, vielleicht aus den Gründen Wenn schon Sklaverei dann kann ich mich auch mal bücken und bekomm dafür nen Schlach Kartoffelpüree mehr auf den Teller oder weil ihre Ader es eben zulässt.

Grundsätzlich und das war ja deine Frage Mira: Nein Sklaven dürfen nicht zu Sex gezwungen werden!


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Adrian, Monday, 23. March 2026, 00:03 @ Benny/Asskis


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Benny/Asskis am 17. Dezember 2006 12:18:08:


Wer interessiert sich für Religion? :o)


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Re: Sklavengesetze

Benny/Asskis @, Sunday, 17. December 2006, 12:24 @ Adrian


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Adrian am 17. Dezember 2006 12:20:52:

Wer interessiert sich für Religion? :o)

In Estichà hoffentlich jeder sonst wird eine Armee der Priester alle festnehmen die kein Noviziat oder ähnliches haben...., öhm zwei... oder drei Personen also ^^

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Re: Sklavengesetze

Sebastian, Meer-SL @, Sunday, 17. December 2006, 14:04 @ Benny/Asskis


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Benny/Asskis am 17. Dezember 2006 12:24:28:

Wer interessiert sich für Religion? :o)

In Estichà hoffentlich jeder sonst wird eine Armee der Priester alle festnehmen die kein Noviziat oder ähnliches haben...., öhm zwei... oder drei Personen also ^^

Im Gegensatz zur Allianz hat die Kirche in Elùrya nicht viel zu melden. In Elùrya herrschen nicht die Kasten- und Kirchengesetze, sonden die Gesetze des Staates, welche allgemeingültig auf jede Person im Reich zutreffen, wobei Priester eine gewisse Immunität besitzen. Die Leute werden auch nicht nach Kirchengesetz, sondern nach Reichsgesetzen verurteilt; Sonderfall bilden natürlich die Priester.

Aber um es einmal feststellend und fragegerecht zu beantworten: Nein, Sklaven im elurischen Reich dürfen nicht vergewaltigt oder verletzt werden. Das stellt eine Straftat dar, deren Vollzug an Sklaven wie auch an Freien gleichermaßen geahndet wird. Die Tat am Sklaven mag jedoch wahrscheinlich mit geringeren Strafen belegt werden, als es an freien Personen der Fall wäre. Eine Sklaven betreffende Straftat ist beim Sklavenkontor anzuzeigen.


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Stefan, Monday, 23. March 2026, 00:03 @ Sebastian, Meer-SL


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Sebastian, Meer-SL am 17. Dezember 2006 14:04:36:

Wer interessiert sich für Religion? :o)

In Estichà hoffentlich jeder sonst wird eine Armee der Priester alle festnehmen die kein Noviziat oder ähnliches haben...., öhm zwei... oder drei Personen also ^^

Im Gegensatz zur Allianz hat die Kirche in Elùrya nicht viel zu melden. In Elùrya herrschen nicht die Kasten- und Kirchengesetze, sonden die Gesetze des Staates, welche allgemeingültig auf jede Person im Reich zutreffen, wobei Priester eine gewisse Immunität besitzen. Die Leute werden auch nicht nach Kirchengesetz, sondern nach Reichsgesetzen verurteilt; Sonderfall bilden natürlich die Priester.
Aber um es einmal feststellend und fragegerecht zu beantworten: Nein, Sklaven im elurischen Reich dürfen nicht vergewaltigt oder verletzt werden. Das stellt eine Straftat dar, deren Vollzug an Sklaven wie auch an Freien gleichermaßen geahndet wird. Die Tat am Sklaven mag jedoch wahrscheinlich mit geringeren Strafen belegt werden, als es an freien Personen der Fall wäre. Eine Sklaven betreffende Straftat ist beim Sklavenkontor anzuzeigen.


Soll ich mich krank lachen ? Ich erinnere mich da an Leute, die mit kirchlicher Macht andre Leute festhielten, deren Familie entführten, oder gewisse Priester, die Besucher der Stadt schikanierten, weil sie Priester waren und es eben konnten... Kirchenwillkür ist in Esticha an der Tagesordnung, da erzählt mir keiner was anderes... Denn exakt diese Willkür ist es, warum ich dort nicht mehr spiele. Aber das vom Oberkelidari sowas kommt, war ja klar...


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Re: Sklavengesetze

Sebastian, Meer-SL @, Sunday, 17. December 2006, 14:13 @ Chris(Ellion)


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Chris(Ellion) am 17. Dezember 2006 12:02:03:

Auslegungssache:
Sieht ein Richter Vergewaltigung als "Verletzung" an, dann ist's verboten. Hier "muss" man wohl Glück mit dem Richter haben.
Aber wenn man nach den elurischen Gepflogenheiten geht...lieber sein lassen.

Wozu sind dann eigentlich Lustsklaven da? *wundert sich*
Und was macht man eigentlich, wenn ein Sklave allgemein nicht tut, was ihm aufgetragen wird? Züchtigung ist ja nach dem selben Gesetzesparagraphen auch verboten...
Sklave in Elurien müsste man sein, dann hat man's echt gut. Zählt hungern lassen eigentlich auch als verletzen?
Bekloppte elurische (Sklaven-)Gesetze...
Gruss Chris


Das ist meiner Meinung nach eine Angelegenheit der Gesellschaft. Sex wird in der Röhre "anders bewertet" als bei uns hier in Europa. Man ist diesbezüglich offener und Liebe und Sex werden überaus strenger getrennt.

Wie ich schon in dem älteren Beitrag zu diesem Thema schrieb; Sklaven haben aufgrund anderer Gesetzlage in Elùrya eine völlig andere bzw. bessere Stellung. Je nachdem, wie man's nimmt. Sie haben mehr Rechte, die ihnen zumindest auf dem Papier mehr Schutz bietet.

Sich jedoch dem Sex zu verweigern, kann sich für den Sklaven als Verlust von nicht unbedeutenden oder gar wichtigen Privilegien darstellen.

Und nur mal so, in Elùrya wird es so gut wie keine Lustsklaven geben.


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Re: Sklavengesetze

Thomas @, Sunday, 17. December 2006, 12:30 @ Miranella


Als Antwort auf: Sklavengesetze von Miranella am 17. Dezember 2006 04:04:18:

Eine sehr allgemeine Frage: Dürfen Sklaven in Elurien - nach dem Elurischen Gesetzt - zum Sex gezwungen werden, obwohl sie nicht wollen?

Nein, das dürfen sie nicht. Und das ist ja das ganze Problem. Das ist der Grad der Verdummung der in Chrestonim herrscht und die spielerische Verkommenheit, vor der man eigentlich schreiend wegrennen müsste. Und jetzt kommt mir bitte keiner mit dem blöden Argument dass eben so eure Rollen wären. Das ist eine mittelalterliche Welt. Wenn man das Konzept des Sklaventums schon einbaut, dann bitte auch in seiner ganzen moralischen Verkommenheit, damit jeder auch sieht, dass es real eben scheisse ist. Ansonsten nennt es bitte um, denn es entspricht nicht dem Sklaventum der Realität und ist somit etwas anderes, macht es auch dann aber kenntlich. Das ist meine Meinung.


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Adrian, Monday, 23. March 2026, 00:03 @ Thomas


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Thomas am 17. Dezember 2006 12:30:55:


Zeitarbeiterschaft....

Nennen wir den SKlavenkontor in "Agentur für Arbeit" und Sklaven in "Eineurojobber" um.


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Hrassiss, Monday, 23. March 2026, 00:03 @ Thomas


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Thomas am 17. Dezember 2006 12:30:55:

Eine sehr allgemeine Frage: Dürfen Sklaven in Elurien - nach dem Elurischen Gesetzt - zum Sex gezwungen werden, obwohl sie nicht wollen?

Nein, das dürfen sie nicht. Und das ist ja das ganze Problem. Das ist der Grad der Verdummung der in Chrestonim herrscht und die spielerische Verkommenheit, vor der man eigentlich schreiend wegrennen müsste. Und jetzt kommt mir bitte keiner mit dem blöden Argument dass eben so eure Rollen wären. Das ist eine mittelalterliche Welt. Wenn man das Konzept des Sklaventums schon einbaut, dann bitte auch in seiner ganzen moralischen Verkommenheit, damit jeder auch sieht, dass es real eben scheisse ist. Ansonsten nennt es bitte um, denn es entspricht nicht dem Sklaventum der Realität und ist somit etwas anderes, macht es auch dann aber kenntlich. Das ist meine Meinung.


Würde eher sagen, deine Vorstellung von Sklaven stammt aus Hollywoodfilmen und Romanen. Selbst die Antike hatte schon Gesetze, welche das Leben von Sklaven sehr genau regelte. In Griechenland waren Sklaven lediglich Unfreie, die man zu bestimmten Arbeiten zwingen konnte, die dafür aber Lohn erhielten. Sie zu töten war dort ebenso Mord und wenn man sie zu hart bestrafte, konnte der Besitzer ebenso dafür belangt werden.
In Rom war es zu verschiedenen Zeiten ganz unterschiedlich geregelt, auch wenn dort im Allgemeinen Sklaven tatsächlich eher ein Ding waren und Mord an ihnen erst später unter Strafe gestellt wurde.
Auch wie die Europäer und Amis mit Sklaven umgingen ist stets ganz unterschiedlich und in manchen Gebieten genossen sie gewisse Freiheiten und Rechte, die sie andernorts nicht hatte.
Das einseitige Bild des willenlosen und hörigen Sklaven ist insofern lediglich eine Erfindung der Neuzeit und entspricht nicht überall der Realität. Es ist eher so, dass es von Fall zu Fall anders war und somit ist es auch für CHR nicht unrealistisch, wenn man hier Sklaven wieder anders behandelt.


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Re: Sklavengesetze

Britta/Riana @, Sunday, 17. December 2006, 13:20 @ Hrassiss


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Hrassiss am 17. Dezember 2006 12:49:03:


Ich kann Hrassiss da nur zustimmen. Es kam eben immer darauf an in welche Zeit man schaut und wohin der Sklav kam. Hatte er das Glück in einen reichen Haushalt zu kommen ging es ihm sicherlich vorzüglich. Oft wurden, gerade jüngere Sklaven, für die Kinder gekauft, als Spielkameraden und gefährten. So bekam auch der Sklave eine gewisse Bildung und blieb bis zum Tode bei ihm. Dadurch entstanden nicht selten Freundschaften und der Sklave konnte, nach dem Tod des Besitzers, durchaus mit einem guten Erbe in eine freie Zukunft entlassen werden.

Im Grunde stellten Sklaven jedoch immer wieder billige Arbeitskräfte dar. Wäre ja dumm wenn man sie zu schnell aufgebraucht hätte ;-)


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Hrassiss, Monday, 23. March 2026, 00:03 @ Britta/Riana


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Britta/Riana am 17. Dezember 2006 13:20:16:

Ich kann Hrassiss da nur zustimmen. Es kam eben immer darauf an in welche Zeit man schaut und wohin der Sklav kam. Hatte er das Glück in einen reichen Haushalt zu kommen ging es ihm sicherlich vorzüglich. Oft wurden, gerade jüngere Sklaven, für die Kinder gekauft, als Spielkameraden und gefährten. So bekam auch der Sklave eine gewisse Bildung und blieb bis zum Tode bei ihm. Dadurch entstanden nicht selten Freundschaften und der Sklave konnte, nach dem Tod des Besitzers, durchaus mit einem guten Erbe in eine freie Zukunft entlassen werden.
Im Grunde stellten Sklaven jedoch immer wieder billige Arbeitskräfte dar. Wäre ja dumm wenn man sie zu schnell aufgebraucht hätte ;-)

Wobei es nicht mal nur darum geht, wie einzelne ihre Sklaven behandelten. Ein Haussklave ist was anderes, als einer der in Minen schuften musste. Was aber beide gemein hatten ist, dass es sowohl in Rom, als auch in Griechenland und auch im Mittelalter Gesetze gab, die ebenso für sie Gültigkeit hatten und die Besitzer in die Verpflichtung nahmen, sich um ihren "Eigentum" zu kümmern.
Haussklaven und mittelalterliche Bauernleibeigene hatten es da sicher noch am besten getroffen. Minensklaven, gleich welcher Zeit, hingegen eben eine A....karte gezogen. Sie alle hatten eines gemein, wenn ihr Besitzer ihnen befahl eine bestimmte Arbeit zu tun, mussten sie es tun. Lediglich konnte es eben sein, dass bestimmte Tätigkeiten, wie auch mancherlei Art von Strafe, selbst für die strengeren Herren, tabu waren. Einfach weil Gesetze oder Normen sie verbaten und sie selbst bestraft werden konnten, wenn sie diese nicht befolgten (Nachbarn die einem was neiden und Anzeige erstatten gibt es immer wieder und es gibt sogar aus der Antike Prozessaufzeichnungen mit manchem Fällen).
Sklaven der Neuzeit hingegen hatten beispielsweise weniger Schutz, zumindest jene in den Fängen amerikanischer Grundbesitzer. Sie wurden zeitweise nicht sonderlich gut durch Gesetze oder Normen geschützt und entsprechend konnte man sich da einiges mehr heraus nehmen.
Wie bei allem gilt auch hier, es kommt eben darauf an, wie die jeweilige Gesellschaft zu ihren Bewohnern, ob Unfrei, Sklave oder Frei, steht und welchen Normen sie unterliegt. Hat Elurien eben "humanere" Bedingungen etabliert, so hat dies seine Gründe und Berechtigung, ebenso wie vielleicht eine "inhumanere" Handhabung in anderen Gegenden.


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Re: Sklavengesetze

Dana @, Monday, 18. December 2006, 20:02 @ Hrassiss


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Hrassiss am 18. Dezember 2006 19:30:42:

Ich kann Hrassiss da nur zustimmen. Es kam eben immer darauf an in welche Zeit man schaut und wohin der Sklav kam. Hatte er das Glück in einen reichen Haushalt zu kommen ging es ihm sicherlich vorzüglich. Oft wurden, gerade jüngere Sklaven, für die Kinder gekauft, als Spielkameraden und gefährten. So bekam auch der Sklave eine gewisse Bildung und blieb bis zum Tode bei ihm. Dadurch entstanden nicht selten Freundschaften und der Sklave konnte, nach dem Tod des Besitzers, durchaus mit einem guten Erbe in eine freie Zukunft entlassen werden.
Im Grunde stellten Sklaven jedoch immer wieder billige Arbeitskräfte dar. Wäre ja dumm wenn man sie zu schnell aufgebraucht hätte ;-)

Wobei es nicht mal nur darum geht, wie einzelne ihre Sklaven behandelten. Ein Haussklave ist was anderes, als einer der in Minen schuften musste. Was aber beide gemein hatten ist, dass es sowohl in Rom, als auch in Griechenland und auch im Mittelalter Gesetze gab, die ebenso für sie Gültigkeit hatten und die Besitzer in die Verpflichtung nahmen, sich um ihren "Eigentum" zu kümmern.
Haussklaven und mittelalterliche Bauernleibeigene hatten es da sicher noch am besten getroffen. Minensklaven, gleich welcher Zeit, hingegen eben eine A....karte gezogen. Sie alle hatten eines gemein, wenn ihr Besitzer ihnen befahl eine bestimmte Arbeit zu tun, mussten sie es tun. Lediglich konnte es eben sein, dass bestimmte Tätigkeiten, wie auch mancherlei Art von Strafe, selbst für die strengeren Herren, tabu waren. Einfach weil Gesetze oder Normen sie verbaten und sie selbst bestraft werden konnten, wenn sie diese nicht befolgten (Nachbarn die einem was neiden und Anzeige erstatten gibt es immer wieder und es gibt sogar aus der Antike Prozessaufzeichnungen mit manchem Fällen).
Sklaven der Neuzeit hingegen hatten beispielsweise weniger Schutz, zumindest jene in den Fängen amerikanischer Grundbesitzer. Sie wurden zeitweise nicht sonderlich gut durch Gesetze oder Normen geschützt und entsprechend konnte man sich da einiges mehr heraus nehmen.
Wie bei allem gilt auch hier, es kommt eben darauf an, wie die jeweilige Gesellschaft zu ihren Bewohnern, ob Unfrei, Sklave oder Frei, steht und welchen Normen sie unterliegt. Hat Elurien eben "humanere" Bedingungen etabliert, so hat dies seine Gründe und Berechtigung, ebenso wie vielleicht eine "inhumanere" Handhabung in anderen Gegenden.

Klingt so, als hätten Sklaven einen besseren Status als die Frauen damals genossen?!? Situation hin oder her, Schläge und Vergewaltigung haben existiert. Das zu leugnen wäre fast so, als würde man behaupten, es hätte die Konzentrationslager des dritten Reiches nicht gegeben. Ich finde, es ist eine gefährliche Meinung, anzunehmen, dass Sklaverei gar nicht sooo schlimm gewesen wäre...
Ja, wir alle sind Menschenfreunde und würden natürlich niemals einen Sklaven prügeln, (wenn er z.B. eine neue teure Vase zerbricht) oder eine hübsche Sklavin vernaschen (hängt mich nicht auf, das ist ein Beispiel). Und wir alle würden natürlich niemals zulassen, das ein Sklave auf dem harten Boden schläft und nur die Reste zu essen bekommt, oder?
Wieso hat es denn dann so etwas wie Sklaverei überhaupt gegeben? Und weshalb wollten die Sklaven keine Sklaven sein, wenn's ihnen doch sogar besser ging, als den Frauen der damaligen Zeiten?
Gut, ich denke mal, ich hab mir jetzt zum Wochenbeginn erstmal genügend Feinde gemacht. Eigendlich liegt's mir nicht, etwas zu solchen Diskussionen zu schreiben, man kann nie dabei gewinnen. Andererseits hat sie auch überhaupt nichts mit dem Thema zu tun, denn die "Sklaverei" Eluryens, nach der gefragt wurde, steht auf einem ganz anderem Blatt geschrieben.


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Hrassiss, Monday, 23. March 2026, 00:03 @ Dana


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Dana am 18. Dezember 2006 20:02:15:

Klingt so, als hätten Sklaven einen besseren Status als die Frauen damals genossen?!? Situation hin oder her, Schläge und Vergewaltigung haben existiert. Das zu leugnen wäre fast so, als würde man behaupten, es hätte die Konzentrationslager des dritten Reiches nicht gegeben. Ich finde, es ist eine gefährliche Meinung, anzunehmen, dass Sklaverei gar nicht sooo schlimm gewesen wäre...
Ja, wir alle sind Menschenfreunde und würden natürlich niemals einen Sklaven prügeln, (wenn er z.B. eine neue teure Vase zerbricht) oder eine hübsche Sklavin vernaschen (hängt mich nicht auf, das ist ein Beispiel). Und wir alle würden natürlich niemals zulassen, das ein Sklave auf dem harten Boden schläft und nur die Reste zu essen bekommt, oder?
Wieso hat es denn dann so etwas wie Sklaverei überhaupt gegeben? Und weshalb wollten die Sklaven keine Sklaven sein, wenn's ihnen doch sogar besser ging, als den Frauen der damaligen Zeiten?
Gut, ich denke mal, ich hab mir jetzt zum Wochenbeginn erstmal genügend Feinde gemacht. Eigendlich liegt's mir nicht, etwas zu solchen Diskussionen zu schreiben, man kann nie dabei gewinnen. Andererseits hat sie auch überhaupt nichts mit dem Thema zu tun, denn die "Sklaverei" Eluryens, nach der gefragt wurde, steht auf einem ganz anderem Blatt geschrieben.

Frauen waren nichts anderes, als Besitz des Mannes, insofern nicht viel anderes als Sklaven. Zumindest in Griechenland hatten sie in der Regel eine ziemlich untergeordnete Stellung. Sie waren ihrem Vater hörig, der sie einem Fremden zur Frau gab. Danach waren sie diesem hörig und fast schon so etwas, wie dessen Besitz. Ihre Aufgabe war es, demjenigen Kinder zu gebären und nun dem neuen Hausstand zu dienen und für dessen Einkommen mit kleineren Arbeiten beizutragen. Sie durften nicht frei entscheiden und das Haus nicht verlassen, wenn ihr Mann es nicht gestattete, auch nicht nach Lust und Laune am gesellschaftlichen Leben teilnehmen wie die Männer. Ihre Stellung unterschied sich also nicht so sehr von Sklaven. Denn auch diese waren stets dem Patron hörig, sie durften keine eigenen Familien haben (Ihre Kinder waren automatisch meist der Besitz des Sklavenhalters), sie konnten auch nicht frei entscheiden was sie tun und mussten stets die Anweisungen ihres Besitzers befolgen (etwas das in einer Gesellschaft, in der man persönliche Freiheit und Entscheidungsgewalt als das höchste Gut ansieht, ungemein erniedrigend ist). Sowohl Frauen als auch Sklaven konnte man bestrafen, eben auch mit Gewalt, ihre Stellung unterschied sich also nicht so sehr. Gleiches galt auch für Kinder, die waren nichts anderes als kleine Erwachsene und dem Vater Untertan. Nichtsdestotrotz war sowohl Mord als auch unbegründetes Bestrafen, auch sie zu Handlungen zwingen, die in der jeweiligen Gesellschaft als unmoralisch galten oder gar gegen religiöse Normen verstießen, gleich ob bei Sklaven oder anderen Personen eines Hausstandes, verboten und unter Strafen gestellt. Inwieweit aber jemand sich den Sklaven annahm, die ja selbst keine Prozesse anstrengen konnten, ist eine andere Frage. Auch hatte Sklaven meist keinen Schutz in Sachen politischer Rechte, galten nicht als Bürger der jeweiligen Stadt, etwas dass Frauen und rechtmäßige Kinder ihnen voraus hatten.
Was Sklaverei nie war, ist eine pauschalisierte Form, wie wir sie uns heute am Beispiel der nordamerikanischen Sklavenhalter kennen. Sie war eben in jeder Zeit ganz unterschiedlich geregelt und auch wie viele Rechte Unfreie und Sklaven genossen, unterschied sich in den einzelnen Epochen unserer Geschichte. Ein Sklave in Griechenland hatte es meist weit besser als einer in Rom, oder einer in der Neuzeit. Leibeigene Bauern des Mittelalters standen gar nicht mal so schlecht da und lebten sogar gesünder und länger, verglichen sogar mit freien Bauern der Zeiten danach (insbesondere der des 30 Jährigen Krieges und manch anderer Epoche der Neuzeit). Pauschalisierung ist also das was falsch ist und zu sagen Sklavengesetze wie die Eluriens seien unrealistisch ist Blödsinn. Es ist eben in Elurien aus irgendeinem Grund zu "humaneren" Entwicklungen gekommen. Was man sich aber eher fragen sollte, wie viele würden sich den Sklaven annehmen und sie schützen, wenn jemand gegen die Gesetze verstößt, wie viele würden es merken und Sklaven glauben. Was darf man sich außerdem ihnen gegenüber rausnehmen, sie dürfen ja offensichtlich nichts ohne Einverständnis des Besitzers tun, dürfen sie an der kurzen Leine hängen und sicher wird man sie auch mit gewisser Gewalt strafen dürfen (wie wäre Schlafentzug und schlechtes Essen, wer will das nachweisen?), sowie dergleichen mehr. Da gibt es ja wohl genug, was Sklaven von Freien unterscheiden dürfte und manches was man in Grauzonen ihnen antun kann.


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Re: Sklavengesetze

Manouk Gersan @, Tuesday, 19. December 2006, 15:22 @ Hrassiss


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Hrassiss am 19. Dezember 2006 13:22:44:

Frauen waren nichts anderes, als Besitz des Mannes, insofern nicht viel anderes als Sklaven. Zumindest in Griechenland hatten sie in der Regel eine ziemlich untergeordnete Stellung. Sie waren ihrem Vater hörig, der sie einem Fremden zur Frau gab. Danach waren sie diesem hörig und fast schon so etwas, wie dessen Besitz. Ihre Aufgabe war es, demjenigen Kinder zu gebären und nun dem neuen Hausstand zu dienen und für dessen Einkommen mit kleineren Arbeiten beizutragen. Sie durften nicht frei entscheiden und das Haus nicht verlassen, wenn ihr Mann es nicht gestattete, auch nicht nach Lust und Laune am gesellschaftlichen Leben teilnehmen wie die Männer. Ihre Stellung unterschied sich also nicht so sehr von Sklaven. Denn auch diese waren stets dem Patron hörig, sie durften keine eigenen Familien haben (Ihre Kinder waren automatisch meist der Besitz des Sklavenhalters), sie konnten auch nicht frei entscheiden was sie tun und mussten stets die Anweisungen ihres Besitzers befolgen (etwas das in einer Gesellschaft, in der man persönliche Freiheit und Entscheidungsgewalt als das höchste Gut ansieht, ungemein erniedrigend ist). Sowohl Frauen als auch Sklaven konnte man bestrafen, eben auch mit Gewalt, ihre Stellung unterschied sich also nicht so sehr. Gleiches galt auch für Kinder, die waren nichts anderes als kleine Erwachsene und dem Vater Untertan. Nichtsdestotrotz war sowohl Mord als auch unbegründetes Bestrafen, auch sie zu Handlungen zwingen, die in der jeweiligen Gesellschaft als unmoralisch galten oder gar gegen religiöse Normen verstießen, gleich ob bei Sklaven oder anderen Personen eines Hausstandes, verboten und unter Strafen gestellt. Inwieweit aber jemand sich den Sklaven annahm, die ja selbst keine Prozesse anstrengen konnten, ist eine andere Frage. Auch hatte Sklaven meist keinen Schutz in Sachen politischer Rechte, galten nicht als Bürger der jeweiligen Stadt, etwas dass Frauen und rechtmäßige Kinder ihnen voraus hatten.
Was Sklaverei nie war, ist eine pauschalisierte Form, wie wir sie uns heute am Beispiel der nordamerikanischen Sklavenhalter kennen. Sie war eben in jeder Zeit ganz unterschiedlich geregelt und auch wie viele Rechte Unfreie und Sklaven genossen, unterschied sich in den einzelnen Epochen unserer Geschichte. Ein Sklave in Griechenland hatte es meist weit besser als einer in Rom, oder einer in der Neuzeit. Leibeigene Bauern des Mittelalters standen gar nicht mal so schlecht da und lebten sogar gesünder und länger, verglichen sogar mit freien Bauern der Zeiten danach (insbesondere der des 30 Jährigen Krieges und manch anderer Epoche der Neuzeit). Pauschalisierung ist also das was falsch ist und zu sagen Sklavengesetze wie die Eluriens seien unrealistisch ist Blödsinn. Es ist eben in Elurien aus irgendeinem Grund zu "humaneren" Entwicklungen gekommen. Was man sich aber eher fragen sollte, wie viele würden sich den Sklaven annehmen und sie schützen, wenn jemand gegen die Gesetze verstößt, wie viele würden es merken und Sklaven glauben. Was darf man sich außerdem ihnen gegenüber rausnehmen, sie dürfen ja offensichtlich nichts ohne Einverständnis des Besitzers tun, dürfen sie an der kurzen Leine hängen und sicher wird man sie auch mit gewisser Gewalt strafen dürfen (wie wäre Schlafentzug und schlechtes Essen, wer will das nachweisen?), sowie dergleichen mehr. Da gibt es ja wohl genug, was Sklaven von Freien unterscheiden dürfte und manches was man in Grauzonen ihnen antun kann.

Ich persönlich sehe es so, dass es für das Spiel erst so richtig spannend wird, wenn es auch echte Konsequenzen hat. Was für mich bedeuten würde, der Käufer hat eigentlich absolute Macht über den Sklaven.

Aber letztenlich entscheidet doch auch die Situationen und Einstellungen der einzelnen Charaktere über die Lage in der sich der ´Sklave´ befinden wird. Hat man eine/n fiese/n Herr/Herrin, der/die auch noch einflussreich und wohlhabend ist, kann der/die wahrscheinlich so gut wie alles mit ihm/ihr machen, auch töten. Ist schliesslich heute noch so.


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Re: Sklavengesetze

Benny/Asskis @, Sunday, 17. December 2006, 13:21 @ Britta/Riana


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Britta/Riana am 17. Dezember 2006 13:20:16:


einer der reichsten Menschen des Mittelalters war übrigens ein sklave der auf unsere Zeit hochgerechnet ne knappe milliarde euro erbte... fragt bitte nich nach dem namen, kein bock das rauszusuchen


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Re: Sklavengesetze

Wolli (Wara) @, Sunday, 24. December 2006, 14:36 @ Benny/Asskis


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Benny/Asskis am 17. Dezember 2006 13:21:52:


Wahrscheinlich, weil er so schön die Poperze hingehalten hat, oder? =Bo)
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einer der reichsten Menschen des Mittelalters war übrigens ein sklave der auf unsere Zeit hochgerechnet ne knappe milliarde euro erbte... fragt bitte nich nach dem namen, kein bock das rauszusuchen

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Re: Sklavengesetze

Thomas @, Sunday, 17. December 2006, 13:32 @ Hrassiss


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Hrassiss am 17. Dezember 2006 12:49:03:


"Ein Sklave ist ein Mensch, der seiner persönlichen Freiheit beraubt ist, als Sache behandelt wird und als solche im Eigentum eines anderen steht. Wichtiges Merkmal ist das Festhalten der Person gegen ihren Willen, mittels (physischer oder institutioneller) Gewalt, zum Zweck der wirtschaftlichen Ausbeutung." - Wikipedia

Hättest du 2 Sekundne nachgedacht, hättest du bemerkt, dass ich mich nicht nur auf die konkrete Fragestellung bezogen habe, sondern allgemein geantwortet habe. Diese Definition dort oben, trifft auf Sklaven denn auch fast immer zu, so dass wenn ihr Sklaverei einführt, diese Punkte auch im Spiel bemerkbar macht. Wenn Sklaverei nicht anders ist, wie ein freies Leben, bringt es wenig Sinn, es einzuführen. Und da kannst du noch so überheblich mit deiner Bidung daherkommen, ich dummer Mensch mit Realschulabschluss werde trotzdem sagen, dass es behindert und sinnlos ist, Sklaven mit Bürgerrechten einzuführen. Es muss schon irgendwo ein Sinn dahinter stehen, dass es Sklaven gibt. Und wenn mir jemand sagt, dass sie nichtmal wirklich als billigere Arbeitskräfte als Tagelöhner einsetzbar sind, stelt sich halt die Frage nach dem Sinn. Da kannst du 10 Mal mit Hollywood ankommen.


Sklaverei

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Hrassiss, Monday, 23. March 2026, 00:03 @ Thomas


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Thomas am 17. Dezember 2006 13:32:00:

"Ein Sklave ist ein Mensch, der seiner persönlichen Freiheit beraubt ist, als Sache behandelt wird und als solche im Eigentum eines anderen steht. Wichtiges Merkmal ist das Festhalten der Person gegen ihren Willen, mittels (physischer oder institutioneller) Gewalt, zum Zweck der wirtschaftlichen Ausbeutung." - Wikipedia
Hättest du 2 Sekundne nachgedacht, hättest du bemerkt, dass ich mich nicht nur auf die konkrete Fragestellung bezogen habe, sondern allgemein geantwortet habe. Diese Definition dort oben, trifft auf Sklaven denn auch fast immer zu, so dass wenn ihr Sklaverei einführt, diese Punkte auch im Spiel bemerkbar macht. Wenn Sklaverei nicht anders ist, wie ein freies Leben, bringt es wenig Sinn, es einzuführen. Und da kannst du noch so überheblich mit deiner Bidung daherkommen, ich dummer Mensch mit Realschulabschluss werde trotzdem sagen, dass es behindert und sinnlos ist, Sklaven mit Bürgerrechten einzuführen. Es muss schon irgendwo ein Sinn dahinter stehen, dass es Sklaven gibt. Und wenn mir jemand sagt, dass sie nichtmal wirklich als billigere Arbeitskräfte als Tagelöhner einsetzbar sind, stelt sich halt die Frage nach dem Sinn. Da kannst du 10 Mal mit Hollywood ankommen.

lol, Wikipedia eine tolle Quelle der Moderne von jedem Hanswurst geschrieben. Diese Definition ist eine der Neuzeit, wenn du also nur 2 Sekunden nachgedacht oder wenigstens genau gelesen hättest was ich schrieb (etwas, dass aber wohl von einem Polemiker und neurotischem Querulant nicht zu erwarten ist), würde dir auffallen was ich meinte. Erstens gab es zu allen Zeiten in denen Sklaverei in irgendeiner Form existierte nie diese in ein und derselben Art und schon gar nicht lässt sich Sklaverei allgemein so definieren wie es heutzutage gern versucht wird. Wie Sklaverei gesehen und gehandhabt wurde hing von der Gesellschaft ab, in der sie existierte, sprich den herrschenden Normen im religiösen und alltäglichen Bereich. So ist es eben in der Antike für Griechenland nach Solon nun einmal eine Norm, dass auch Unfreie und Sklaven gewisse Rechte genossen und nicht getötet, auch nicht grundlos misshandelt werden durften, jeder der das tat machte sich strafbar. Sklaven standen sogar unter besonderem Schutz des Partiarchen einer Sippe und dieser musste sich um sie ebenso kümmern, wie um alle anderen seines Hausstandes. Sie konnten nur eben nicht frei entscheiden wohin sie gehen, ob sie heiraten und Kinder haben dürfen, EIn Teil ihres erwirtschafteten (was der größere gewesen sein dürfte) musste an den Besitzer gehen und dergleichen mehr.
In Rom war ähnliches erst viel später der Fall, wenngleich auch schon zu Zeiten der Republik Lockerungen eintraten (dank gewisser Aufstände).
Auch die Leibeigenschaft im Mittelalter hat ihre Grenzen. So durfte man seine "Leibeigenen" nicht grundlos töten, denn die waren Christen und ich nehme mal an, jeder kennt die 10 Gebote. Eben weil sie Christen waren fielen sie auch unter derlei Handhabung, was andere Dinge angeht (wie sie zu sexuellen Handlungen zwingen). Als Christen und Bewohner eines Landes, fielen sie auch unter die dort ortsübliche Rechtshandhabung, sprich die Gesetze galten auch für sie. Die Frage, welche sich nun aber stellt ist, wie sehr man diese Regeln in der Realität beachtet hat und genau darin liegt das Problem, wir wissen es nicht mit Sicherheit. Sicherlich war es nicht das Gelbe vom Ei, ein Leibeigener zu sein, aber wir reden hier von Feudalherren, deren Einkommen von den Leibeigenen abhängt. Sie zu misshandeln oder zu sehr zu belasten bringt dem Feudalherren nichts, weil die dann nicht genug erarbeiten können, und er sich somit um seinen eigenen Reichtum bringt. Bauern die also im Mittelter Leibeigene waren dürften ein recht geregeltes Leben geführt haben und mussten einen Teil des Erwirtschafteten eben abgeben, sie waren in manchen Fällen zur Heeresfolge verpflichtet, in anderen nicht. Bürger einer Stadt hingegen waren Freie und damit nicht dem Fürsten hörig. Des weiteren, über Dauer und Verhältnis der Abhängigkeit des Leibeigenen und der Feudalherren gab es breite Unterschiede, von Land zu Land, Ort zu Ort, Fall zu Fall. Leibeigenschaft ist eines auf keinen Fall, die selbe Art von Sklaverei, in der ein Spartacus und andere in Hollywoodfilmen gezeigt wird. Eher jene Art, die ein gewisser Cato in seinem Werk über die Landwirtschaft beschreibt. Eben hörige Bewirtschafter des Grossgrundbesitzers, die zu seinen Gunsten die Arbeit erledigten.
Ums nun zusammenzufassen, was ich mit dem ganzen meinte und bereits beim letzten mal gekürzt auch schon andeutete, dir aber entgangen ist, Sklaverei ist nichts, was einheitlich geregelt ist. Eine genaue Definition ist nicht möglich, auch wenn man es gern heute tut und sowas in Schubladen pressen mag. Stets hing die Art der Sklaverei und die Behandlung von Sklaven eben von den Normen der Zeit ab und genau die sind es, welche bestimmten wie man mit Sklaven und Unfreien umging. Es ist also nicht unrealistisch, wenn in Elurien Sklavengesetze diesen Rechte einräumen, denn dann entspricht das einfach den Normen im religösen wie weltlichen Bereich dieser Gesellschaft. Wenn also in Elurien es unmoralisch ist jemand zu solchen angesprochenen Dingen zu zwingen, ist das eben so. Wie du dir das für Vorovis zurechtlegst, ist die Sache der Vorovisianer und für diejenigen in Elurien unherblich.


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Re: Sklavengesetze

Thomas @, Monday, 18. December 2006, 23:20 @ Hrassiss


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Hrassiss am 18. Dezember 2006 19:12:47:


Schau, du brauchst mir nix von Filmen erzählen. Es ist mir egal, ihr könnt auch eure Gesetze machen wie ihr wollt. Ich habe lediglich meine Meinung zum Thema gesagt. Die lautete, wenn man schon Sklaverei einführt, dann auch in ihrer Hässlichkeit. Oder wenigstens zum Teil. Es interessiert mich nicht, ob es vereinzelte Sklaven damals gut hatten, das mag sein, aber wenn Sklaverei wirklich ein solch menschenfreundliches Konzept gewesen wäre, gäbe es sie heute noch. Und die Geschichte hat eben erwiesen, dass Sklaverei und Leibeigenschaft keine solche "menschenfreundlichen" Konzepte waren. Es war das Ausnutzen von Arbeitskraft und Menschenmaterial, Sklaverei MUSS einen Nutzen haben. Sei es als Strafe oder als Arbeitskraftausnutzung. Da kannst du jetzt 100 Mal sagen, dass es Sklaven damals super hatten und Sklaverei eigentlich total toll war und alle Sklaven mit den Kindern ihrer Herren gespielt haben und auch super gebildet waren, aber da sage, das waren wohl eher Ausnahmefälle, Sklaven waren menschen, die ausgenutzt wurden, das ist Fakt, das muss auch deutlich gesagt werden. Sicher gab es auch Sklavengesetze, aber wenn die so toll waren, hätte es auch nie Aufstände gegeben, es hätte nie Wandlungen gegeben, es gäbe heute noch Sklaverei (natürlich gibt es sie heute noch, aber sie ist eben gesellschaftlich mehrheitlich gebrandmarkt - nicht ohne Grund).

Ich will das nicht diskutieren, wenn du Sklaverei geil findest, bitte. Deine Meinung, ich habe eine andere und gut ist. Achja, wenn ich was im Spiel scheisse finde, werde ich das weiterhin sagen, auch wenn Leute "wie du" mich für einen Polemiker und Querulanten halten. Solange ich auch noch einen Hauch von Interesse für das Spiel habe, werde ich mich zu Wort melden.

Ich hab keine Ahnung, wer du bist, aber du scheinst mich nicht zu mögen. Cool. Auf die überhebliche Art, wie du so schreibst, glaube ich auch nicht, dass ich dich mögen würde. Von daher, ist das ok. Play da Game und so weiter.

Bis dahin mein Freund...


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Re: Sklavengesetze

Mark @, Monday, 18. December 2006, 12:07 @ Hrassiss


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Hrassiss am 17. Dezember 2006 12:49:03:


Was ihr alle sagt stimmt natürlich und dahingehend gebe ich euch recht: Das Bild, das man heutzutage von Sklaven hat ist doch ein wesentlich schlechteres, als das was vielleicht der Realität entsprochen hat.
Sicher gab es Menschen, die ihre Sklaven besser behandelt haben und sicher war es auch so, dass in Rom zum Beispiel Sklaven viele der elterlichen Funktionen übernommen haben und man ihnen damit ein gewisses Vertrauen und auch eine Zuneigung zusprach.
Dennoch war ein Sklave nichts weiter als ein Unfreier. Eine Person, die sich zumeist aus finanzieller Not in die Leibeigenschaft eines anderen Menschen begeben musste. Sie hatten keine politischen Rechte und sie waren zu gehorsam verpflichtet. In der Antike gab es sicher Gesetze, die zur Regelung der Sklaverei dienten, aber im Mittelalter war das nicht mehr so.
Wer sich in Leibeigenschaft befand, hatte seinem Herrn ergeben zu sein und seine Abgaben machen. Ausbeutung war das Grundprinzip der Leibeigenschaft. Als ob es irgendeinen Grundbesitzer interessiert hätte, ob es seinen Leibeigenen gut geht bei der Arbeit. Was zählt war der Ertrag, der am Ende des Jahres eingebracht wurde, mehr nicht.
Ob nun Vergewaltigung o.Ä. an der Tagesordnung war kann ich nicht sagen. Wie auch ich war nicht dabei und auch aus diesem Grund gilt: Man kann nichts 100%ig wissen. Vielleicht behandelten manche ihre Sklaven gut aber die breite Masse nicht. Vielleicht auch umgekehrt.
Fakt ist jedoch, dass Sklaverei die Aufgabe der Menschenrechte bedeutete, auch wenn dieser Begriff erst später eingefüht wurde. Sklaverei ist schlecht und menschenverachtend und kein Gute-Nacht-Märchen von Opa. Wenn man eine Welt mit Authentizität erschaffen will, sollte man auch auf so etwas achten, auch wenn es gegen die eigenen Wertvorstellungen geht. Ich mag Sklaverei auch nicht, aber es ist eine der vielen Facetten einer Mittelalterwelt und sollte hier nicht aus Gründen der heutigen Moral vergessen oder verharmlost werden.

Grüße
Mark


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Re: Sklavengesetze

Wolfgang P. @, Thursday, 21. December 2006, 07:39 @ Miranella


Als Antwort auf: Sklavengesetze von Miranella am 17. Dezember 2006 04:04:18:

Hallo Allerseits.
Eine sehr allgemeine Frage: Dürfen Sklaven in Elurien - nach dem Elurischen Gesetzt - zum Sex gezwungen werden, obwohl sie nicht wollen?
Danke für die Antwort im vorraus.
Liebe Grüße,
Mira

Aber bitte meine Herren, zuerst müssen wir den wichtigsten Sachverhalt klären.
Handelt es sich hierbei um Neger, Juden oder Kinder?

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Re: Sklavengesetze

Manouk Gersan @, Friday, 22. December 2006, 14:54 @ Wolfgang P.


Als Antwort auf: Re: Sklavengesetze von Wolfgang P. am 21. Dezember 2006 07:39:19:


Wie konnten wir das vergessen?!


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